Interview mit Dr. Florian Huber, Oberarzt, Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie, Universitätsspital Zürich, 24.9.2025
Wie war Ihr erster Eindruck, als Sie das Aplio beyond in Betrieb genommen haben?
Wir kennen die Geräte von Canon, daher war es für uns nicht ganz neu. Aber das Erste, was einem klar ins Auge fällt, ist die Wertigkeit des Ultraschallgerätes, es zeigt sich ein hochwertiger Gesamteindruck.
Was hat Sie positiv überrascht?
Das Interface ist identisch aufgebaut wie die anderen Canon- Ultraschallsysteme, die wir schon kennen. Und es ist ein echtes „Bibliotheksgerät“, das heisst, es läuft sehr, sehr leise.
Hat sich an Ihrem Workflow etwas verändert oder planen Sie Änderungen?
Wir arbeiten immer mit High-End-Geräten, sodass der Workflow schon gut optimiert ist. Was sich merklich verbessert hat, ist natürlich die viel bessere Bildqualität, mit weniger Rauschen, stärkeren Signalen und detaillierterer Darstellung. Mit der iBeam+-Architektur werden die Bilder noch aussagekräftiger und reproduzierbarer. Das Gerät ist kompakt, leicht und wendig und lässt sich für viele Untersuchungssituationen auch problemlos ergonomisch einrichten. Viele schnell anpassbare Positionierungsoptionen ermöglichen bequemes und patientenorientiertes Scannen. Insgesamt haben wir damit einen zuverlässiges, hochleistungsfähiges Allrounder-Ultraschallsystem für eine Vielzahl von klinischen Fragestellungen.
Könnten Sie uns ein paar konkrete Beispiele geben, wo Sie das Ultraschallsystem einsetzen?
In der Radiologie haben wir das gesamte Kollektiv an Patienten mit ebenso vielen unterschiedlichen Fragestellungen – vom Kopf bis zur kleinen Zehe, von der Akutdiagnositk im Notfall bis zur Verlaufskontrolle. Kurz gesagt: Alles, was man erreichen kann, wird geschallt.
Das Handling ist sehr elegant, sofern man sich einmal an die Oberfläche gewöhnt hat. Die 22 MH Hockey-Stick Sonde finde ich sehr überzeugend. Damit schallen wir nicht nur mit exzellenter Auflösung Tumore, sondern zum Beispiel auch sehr kleine Läsionen im Schultergelenk, also überall dort, wo sehr feine, oberflächliche Strukturen dargestellt werden sollen und in Bereichen mit wenig Platz, aber auch zur Beurteilung kleiner Sehnen, Bänder, Nerven oder zur Detektion kleiner Fremdkörper in der Nähe der Oberfläche. Ich denke, dass wir in Zukunft einfach viele Details sehen werden, die wir bisher nicht sehen konnten, und das macht einen grossen Unterschied.
Gibt es Features, die Ihre Arbeit besonders gut unterstützen?
Die automatisierte Messung von Pulsraten macht den Workflow angenehm, denn der Untersuchende muss nicht selbst messen oder Striche setzen – das Gerät liefert sofort die Werte und man kann sich auf die Bildführung und die klinische Beurteilung konzentrieren. Besonders in der Routine bringt das viel Zeitersparnis. Da automatische Algorithmen immer nach denselben Kriterien arbeiten, gibt es weniger Abweichungen zwischen verschiedenen Anwendern, sodass eine gute Vergleichbarkeit gegeben ist.
Wenn Sie in wenigen Sätzen einem Kollegen oder einer Kollegin den technischen Mehrwert des Gerätes beschreiben müssten, wir würden Sie das formulieren?
Wir haben ein High-End-Gerät für die gesamte Breite der Anwendungen.
Wird es künftige neue Anwendungen geben, wo Sie das Aplio beyond System einsetzen?
Ich könnte mir vorstellen, dass wir den ambulanten Bereich aufrüsten und man auch dort gerade bei komplexeren Fragestellungen zuerst einen einfachen Ultraschall macht und dann noch einmal nachschallt.
Wie intuitiv empfanden Sie die Bedienung?
Bei Canon basiert vieles auf der Steuerung über Drehregler. Hat man sich einmal daran gewöhnt, überzeugt die Bedienung durch ihre intuitive Handhabung – unterstützt von der klaren Beschriftung und der logischen Anordnung der Bedienelemente. Diese sind so platziert, dass eine einfache Navigation auch während der Untersuchung möglich ist. Ein besonderes Highlight ist der schnelle Zugriff auf individuell definierte Presets: Mit nur wenigen Berührungen am Touchscreen lässt sich beispielsweise nahtlos von der Schulter- zur Handgelenksuntersuchung wechseln.
Wie einfach und wie schnell war es für Sie, dass Sie das Gerät in die tägliche Routine integriert haben?
Für Canon-User ist das am gleichen Tag möglich. Ich habe Kollegen gefragt, die mit dem Gerät nur im Rahmen von Workshops geschallt haben, auch die konnten in maximal drei Tagen ihre Anforderungen umsetzen.
Wie gross ist Ihr Wunsch nach Konsistenz und Automatisierung, gerade bei Follow-up-Untersuchungen?
Das ist keine Frage des Gerätes, sondern der Anwendenden. Ich denke, das hat sich im klinischen Alltag noch nicht so viel etabliert, obwohl es technologisch möglich wäre. Wir sind auch in der Ausbildung aktiv und daher wäre es künftig wünschenswert, dass Bilder oder Bildserien, die akquiriert wurden, nachvollziehbarer sind und zum Beispiel eine Supervidierung aus der Ferne möglich machen könnten, gerade wenn man mit Sonografern arbeitet, die dann noch die Unterschrift der Behandelnden benötigen.
Mit ApliGate stellt Canon Medical ein Tool bereit, das über reine Standardisierung hinausgeht. Untersuchungsprotokolle lassen sich nicht nur konsistent anwenden und standortübergreifend nachvollziehen, sondern auch direkt im Team teilen. Ärzt:innen können während der Untersuchung live Rücksprache mit Kolleg:innen oder zuweisenden Ärzt:innen halten, Befunde in Echtzeit diskutieren und so die klinische Sicherheit erhöhen. Gleichzeitig ermöglicht ApliGate die Einbindung externer Spezialist:innen oder Canon-Expert:innen – selbst aus der Ferne und ohne physische Anwesenheit.
So unterstützt ApliGate sowohl Ausbildung als auch klinische Routine, schafft eine verlässliche Grundlage für Follow-ups und stärkt die Zusammenarbeit im Ultraschall – für mehr Effizienz und bessere Patientenergebnisse.
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